Haben Sie Angst vor dem Tod? Müssen Sie nicht. Der kommt früher oder später sowieso. Sich irgendwann eingestehen zu müssen, sein Leben nie selbst gelebt zu haben – das ist es, was wirklich Angst macht.
Aber wie kommt man eigentlich zu so einer Erkenntnis? Indem man einen Schritt zurücktritt, seine eigenen Denkgefängnisse ablegt und die moderne Gesellschaft in allen ihren Facetten einmal so betrachtet, wie sie ist.
Aus einem ersten Erschrecken wird vielleicht Empörung, schließlich neugieriges Staunen, dann Erkenntnis, innere Ruhe und Gelassenheit: Alles ist so, wie es ist. Es funktioniert so, wie es funktionieren soll. Es gibt keinen Grund, sich darüber aufzuregen.
Es ist Zeit, seine Lebenszeit nicht mehr damit zu vergeuden und seine Aufmerksamkeit lieber allem zu geben, was einem das Gefühl von Lebendigkeit gibt.
Mit dem Beginn des eigenen Lebens endet die Angst.
In Ethik der Lebenszeit begründet Peter Müller ein in sich geschlossenes Denkmodell. Frei von akademischem Jargon und moralischer Empörung zeigt das Werk auf, warum die menschliche Lebenszeit das eigentliche, unersetzliche Fundament von Freiheit, Recht und Würde ist – und wie wir aufhören können, uns durch unreflektierte Pflichten und Scheinfreiheiten selbst im Weg zu stehen.
Epistemologische und ethische Grundlagen der Lebenszeit. Die Zeit jenseits der Uhr: Warum die gemessene Zeit die menschliche Existenz verfehlt, welche besonderen Qualitäten die Lebenszeit besitzt und welche Implikationen dies für Werte, Ethik und Freiheit hat.
Wie die Lebenszeit in modernen Gesellschaften entwertet wird. Die analytisch-deskriptive Zerlegung gesellschaftlicher Phänomene in allen wichtigen Lebensbereichen, die uns unsere Lebenszeit entziehen. Meist unbewusst, unhinterfragt oder mit unerkannter Tragweite sogar eingefordert.
Zeitsouveränität in allen wesentlichen Lebensbereichen. Wie wir unsere Lebenszeit in der Arbeitswelt, in Familie und Beziehungen, im Umgang mit Politik und Recht und im digitalen Raum wirksam schützen und gestalten.
Der Übergang von einer lebenszeitpathologischen in eine lebenszeitethische Gesellschaft. Wie Wandel ohne Zwang gelingt – durch spontane Ordnung, Entbehrlichkeit, innere Kohärenz und gelebte Freiwilligkeit.
Ein forderndes, befreiendes Buch für alle, die ihr eigenes Leben lieber selbst in die Hand nehmen wollen, anstatt es von anderen und den Umständen verwalten zu lassen.
„Jede Begegnung schenkt uns Zeit – oder sie lehrt uns ihren Wert.“